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Friedrich Hebbel

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Existenz zu beleidigen fuerchte, aus der Tuer geschoben, und so meine
Zweifel verscheucht haette.  Alle Strassen naemlich, durch die ich kam,
waren gedraengt voll von Leuten; kein Fenster, aus dem nicht mehr
Koepfe haetten herausschauen wollen, als Platz fanden; auf dem
Kirchturm selbst konnt' ich deutlich Hauben und flatternde Schals
unterscheiden, und jedes Gesicht, von der alten, halberblindeten
Bettelfrau an, die sich muehsam mit der rechten Hand auf ihren Stab
stuetzte und mit der linken die Brille aufsetzte, bis zu dem kleinen
weiss gekleideten Maedchen mit seinen blonden Locken herunter, trug den
Ausdruck der gespanntesten Erwartung.  "Was gibt's denn," fragte ich
den Postmeister, "ist's Jahrmarkt heut?"--"Den 16.  hujus gewesen.
"--"Feiert der Amtmann oder der Stadtpfarrer das
Dienstjubilaeum?"--"Herr Pastor primarius Nothnagel hat's schon
gefeiert und ist an den Folgen des Schmauses gestorben, und unser
Herr Amtmann darf in den naechsten vierzig Jahren an die Ehre noch
nicht denken, dazu ist er, mit Erlaubnis zu sagen, noch viel zu jung.
"--"Gibt's denn Aufstand? Rebellieren die Buerger? Empoert sich, was
Hosen traegt?"--"Bewahre uns Gott vor Rebellion! Dazu haben wir auch
gar keine Zeit, man muss sich tummeln, ums liebe Brot zu verdienen und
die hohen Steuern zu erschwingen.  Nein, die Sache, es kurz zu

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