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Gockel, Clemens Brentano
Hinkel und Gackeleia

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Einst aber sprach sein Weib Hinkel: "mein lieber Gockel, es geht uns
sehr knapp, warum willst du die vornehmen Voegel nicht hier wohnen
lassen? Wir koennten die Miethe doch wohl brauchen, du laesst ja das
ganze Schloss von allen moeglichen Voegeln bewohnen, welche dir gar
nichts dafuer bezahlen."--Da antwortete Gockel: "o du unvernuenftiges
Hinkel, vergisst du denn ganz und gar, wer wir sind, schickt es sich
auch wohl fuer Leute unserer Herkunft, von der Miethe solches
Raubgesindels zu leben?--und gesetzt auch, Gott suchte uns mit
solchem Elende heim, dass uns die Verzweiflung zu so unwuerdigen
Hilfsmitteln triebe,--was doch nie geschehen wird, denn eher wollte
ich Hungers sterben,--womit wuerden die raeuberischen Einwohner uns vor
Allem die Miethe bezahlen? Gewiss wuerden sie uns alle unsre lieben
Gastfreunde erwuergt in die Kueche werfen, und zwar auf ihre
moerderische Art zerrupft und zerfleischt.  Die freundlichen Singvoegel,
welche mit ihrem unschuldigen Gezwitscher unsre wueste Wohnung zu
einem herzerfreuenden Aufenthalte machen, willst du doch wohl lieber
singen hoeren, als sie gebraten essen? Wuerde dir das Herz nicht
brechen, die allerliebste Frau Nachtigall, die trauliche Grasmuecke,
den froehlichen Distelfink, oder gar das liebe treue Rothkehlchen in

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