Einst aber sprach sein Weib Hinkel: "mein lieber Gockel, es geht uns sehr knapp, warum willst du die vornehmen Voegel nicht hier wohnen lassen? Wir koennten die Miethe doch wohl brauchen, du laesst ja das ganze Schloss von allen moeglichen Voegeln bewohnen, welche dir gar nichts dafuer bezahlen."--Da antwortete Gockel: "o du unvernuenftiges Hinkel, vergisst du denn ganz und gar, wer wir sind, schickt es sich auch wohl fuer Leute unserer Herkunft, von der Miethe solches Raubgesindels zu leben?--und gesetzt auch, Gott suchte uns mit solchem Elende heim, dass uns die Verzweiflung zu so unwuerdigen Hilfsmitteln triebe,--was doch nie geschehen wird, denn eher wollte ich Hungers sterben,--womit wuerden die raeuberischen Einwohner uns vor Allem die Miethe bezahlen? Gewiss wuerden sie uns alle unsre lieben Gastfreunde erwuergt in die Kueche werfen, und zwar auf ihre moerderische Art zerrupft und zerfleischt. Die freundlichen Singvoegel, welche mit ihrem unschuldigen Gezwitscher unsre wueste Wohnung zu einem herzerfreuenden Aufenthalte machen, willst du doch wohl lieber singen hoeren, als sie gebraten essen? Wuerde dir das Herz nicht brechen, die allerliebste Frau Nachtigall, die trauliche Grasmuecke, den froehlichen Distelfink, oder gar das liebe treue Rothkehlchen in